Überwinterungslicht
Zusatzlicht im Winterquartier — wann es nötig ist und wie viel.
Ob deine Zitruspflanze im Winter Zusatzlicht braucht, hängt vor allem an einer Frage: Wie warm steht sie? Denn Temperatur und Licht müssen zusammenpassen — kühl darf dunkler sein, warm muss heller sein.
Kühl überwintert: nur Erhaltungslicht
Steht die Pflanze kühl (etwa 5–10 °C), ist sie in Winterruhe und braucht nur Erhaltungslicht — ein DLI von rund 6–10 reicht. In einem hellen, unbeheizten Winterquartier genügt dafür oft schon das natürliche Tageslicht. Eine Lampe ist hier eher die Ausnahme.
Warm überwintert: Zusatzlicht ist Pflicht
Wer dagegen warm überwintert (15–20 °C, z. B. im Wohnraum), kommt um eine Pflanzenlampe nicht herum — mindestens rund 10 Stunden am Tag. Der Grund: Bei der Wärme will die Pflanze weiterwachsen, findet aber im dunklen Winter nicht genug Licht. Die Folge sind lange, blasse Triebe und der gefürchtete winterliche Blattfall. Dazu solltest du die Luftfeuchte bei 50–60 % halten, sonst kommen Spinnmilben hinzu.
Welches Licht
Vollspektrum-weiß ist immer richtig — und zwar auch im Winter. Der oft gelesene Rat, zur Überwinterung „blaubetont" zu beleuchten, hilft nicht: Blaulicht hält den Wuchs kompakt, bremst ihn aber nicht, und liefert pro Watt weniger nutzbares Licht als Vollspektrum. Willst du weniger Wachstum, gib weniger Licht, nicht anderes. Die Stundenzahl richtet sich nach dem Quartier — kühl wenig bis gar nicht, warm mindestens zehn Stunden auf der Zeitschaltuhr.
Wichtig: Warm und ohne Zusatzlicht ist die schlechteste aller Kombinationen. Kannst oder willst du nicht beleuchten, dann stelle die Pflanze lieber kühl.