Blutorangen-Spritz
Ein leuchtend roter Aperitif aus frisch gepresstem Saft — die Anthocyane, die ihn färben, liefern zugleich das beerig-herbe Aroma, das Flaschenware nicht erreicht.
- Art:
- Blutorange (Citrus sinensis)
- Herkunft:
- Italien
- Saison:
- Dezember–April
- Beschaffung:
- Im Handel erhältlich
Es gibt wenige Getränke, die so nach Sommerabend aussehen wie ein Blutorangen-Spritz: tief rot-orange, herb-fruchtig, prickelnd. Der Clou liegt im frisch gepressten Saft — Blutorangen haben eine Tiefe und ein beeriges Aroma, das keine Flaschenware erreicht.
Warum frisch gepresst den Unterschied macht
Das Rot der Blutorange stammt von Anthocyanen, die sich bei kühlen Nächten bilden — dieselben Farbstoffe wie in Beeren, mit einem entsprechend beerig-herben Aroma. Frisch gepresst ist dieser Geschmack am intensivsten und verblasst mit der Zeit. Genau deshalb schmeckt ein Aperitif aus gerade gepresster Ernte unvergleichlich runder als aus dem Tetrapak.

Foto: Bachelot Pierre J-P · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Zutaten
Für ein Glas:
- 6 cl frisch gepresster Blutorangensaft (1–2 Früchte)
- 6 cl Prosecco oder trockener Sekt
- 4 cl Aperol oder ein anderer bitterer Orangenaperitif
- 1 Schuss Soda
- reichlich Eis
- eine Scheibe Blutorange zum Garnieren
Zubereitung
- Blutorangen direkt vor dem Servieren auspressen — für maximale Farbe und Aroma.
- Ein großes Weinglas mit Eis füllen.
- Aperol, Saft und Prosecco zugeben, mit Soda auffüllen.
- Einmal sanft umrühren, Blutorangenscheibe einlegen.
Das Verhältnis ist ein Vorschlag: Wer es fruchtiger mag, gibt mehr Saft, wer es herber mag, mehr Aperol.
Ohne Alkohol
Frisch gepressten Blutorangensaft mit gutem Tonic Water oder Bitter Lemon auf Eis aufgießen und mit einem Spritzer Limette abrunden. Das Chinin im Tonic übernimmt die Bitterkeit, die sonst der Aperol liefert — farblich und geschmacklich hält diese Variante mühelos mit.
Tipp
Der Spritz ist ein dankbares Grundgerüst für die ganze Zitrusbandbreite: mit Tarocco oder Cara Cara statt Blutorange für mildere Süße, mit Fingerlimetten-Perlen als Garnitur, oder mit einem Hauch Bergamotte für eine parfümierte Note.
Beschaffung in Deutschland
Blutorangen sind von Dezember bis April im regulären Handel. Moro ist die dunkelste und beerigste Sorte, Tarocco die mildeste, Sanguinelli liegt dazwischen. Für den Spritz ist Moro die farbstärkste Wahl.