Zitroversum
← Zitrus-Rezepte

Kandierte Buddhas Hand

Die einzige Zitrusfrucht, die fast vollständig aus Albedo besteht — und deren Albedo nicht bitter ist, sondern mild und blütenduftig.

Art:
Buddhas Hand (Citrus medica var. sarcodactylis)
Herkunft:
China und Vietnam (dort „Mứt Phật Thủ", Konfekt zum Tet-Fest)
Saison:
November–Januar
Beschaffung:
Spezialversand nötig

Die Buddhas Hand ist eine Kuriosität mit praktischer Konsequenz: kein Saft, kein Fruchtfleisch, fast nur Albedo — und dieses Albedo ist im Gegensatz zu allen anderen Zitrusarten mild und süßlich statt bitter. Deshalb lässt sich die Frucht komplett verwenden. Der Duft liegt zwischen Zitrone und Orangenblüte, mit einem Zug ins Lavendelartige.

Frucht der Buddhas Hand mit fingerartigen Auswüchsen
Buddhas Hand: fast nur Albedo — und dieses ist mild statt bitter.

Foto: Cbaile19 · CC0 · Quelle

Zutaten

  • 1 Buddhas Hand (400–600 g)
  • Zucker im gleichen Gewicht wie die vorbereiteten Scheiben
  • Wasser (halbes Gewicht der Scheiben)
  • Saft von ½ Zitrone

Zubereitung

  1. Die Frucht samt „Fingern" in 3–4 mm dünne Scheiben schneiden.
  2. Dreimal je 2 Minuten in jeweils frischem Wasser blanchieren, jedes Mal abgießen. Das nimmt die geringe Restherbe.
  3. Scheiben abwiegen. Gleiches Gewicht Zucker und halbes Gewicht Wasser aufkochen.
  4. Scheiben einlegen und 45–60 Minuten bei kleinster Hitze ziehen lassen, bis sie durchscheinend sind.
  5. Auf einem Gitter 12 Stunden trocknen, dann in Zucker wenden.

Die allgemeine Technik des Kandierens — Sirupkonzentration, Haltbarkeit, Zitronat und Orangeat aus anderen Schalen — steht unter Verarbeitung in der Küche.

Tipp

Zwei Nebenprodukte lohnen sich mindestens so sehr wie das Konfekt selbst. Buddha-Zucker: Abrieb der frischen Schale im Verhältnis 1:10 mit Zucker verreiben und offen trocknen — großartig auf Sandkuchen und an Schokolade. Der Restsirup ist ein exzellenter Cocktail-Sirup und wird im Fingerlimetten-Spritz weiterverwendet.

Beschaffung in Deutschland

Saison November bis Januar, über Zitrus-Spezialversender und italienische Händler. Die Frucht ist teuer, ergibt aber viel Konfekt, weil praktisch nichts weggeschnitten wird. Unbehandelte Ware ist zwingend — die gesamte Frucht wird verarbeitet.